25 Jahre KCH im Wandel der Zeit Zehn begeisterte Paddler taten sich zusammen und gründeten unter dem Vorsitz von Hans Dittrich am 7. Juni 1979 den Kanuclub Hasbergen, kurz KCH. Bereits einen Monat später erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister. Klar, dass bei dieser geringen Anzahl Mitglieder fast jeder ein Amt inne hatte. Hervorzuheben ist allerdings der damalige Wanderwart Hans Sager, der nach wie vor fleißig an Vereinstouren und Veranstaltungen teilnimmt. Ende des Jahres wird er 70 Jahre alt, was man kaum glauben kann. Paddeln hält eben fit! Da der Verein seinerzeit über kein Bootshaus verfügte, fanden die Vereinsabende der Reihe nach bei jedem Mitglied statt. Die Jahreshauptversammlungen allerdings hielt man in den folgenden Jahren in verschiedenen Delmenhorster Gaststätten ab. Die erste 1980 bei „Sielemann“, die letzten - bis zur Errichtung des Bootshauses - im „Alt Hasberger Krug“. Diejenigen, die keine Möglichkeit hatten ihr Boot unterzustellen, konnten dies in einem einfachen Holzschuppen im Garten der Familie Dittrich tun. Auf der Delme oder Ochtum zu paddeln ist ja ganz schön, doch strebten die Paddler auch fernere Gefilde an. Dazu wurde allerdings ein Bootsanhänger benötigt. Diesen zu kaufen war zu teuer, also erwarb man einen Bausatz, der dann wiederum in Dittrichs Garten zusammengebaut und –geschweißt wurde. Dazu wurde auch Strom benötigt. Einzige greifbare Stromquelle war eine Steckdose, an der die Gefriertruhe angeschlossen war. Niemand hätte dies jemals erwähnt, hätte man nicht vergessen, die Truhe wieder anzuschließen. 2 Tage später entdeckten die Dittrichs den Schaden, welch Malheur! Bleibt noch zu erwähnen, dass der Bootsanhänger so stabil war, dass er auch zugelassen wurde. Paddler sind eben vielseitig! Nächst größeres Ziel des Vereins war neue Mitglieder anzuwerben. So wurde die Aktion „Paddeln ist Quatsch und Quatsch macht Spaß“ gestartet und dies mit Erfolg! Drei Jahre nach Vereinsgründung zählte der KCH 30 Mitglieder. Nun tat sich aber ein neues Problem auf. Wohin mit den neu hinzugekommenen Booten? Dittrichs Schuppen von der Größe einer Doppelgarage kam nicht mehr in Frage. Es begann die Suche nach einem geeigneten Bootslager, das man in einer Hasberger Scheune (die heutige „Antikscheune“) fand. Die Vereinsabende fanden nach wie vor privat statt. 1985 löste Bernd Nicolai Hans Dittrich als 1. Vorsitzende ab. 12 Jahre lang wird er den Vereinsvorsitz inne haben! Auf der 8. Jahreshauptversammlung (1987) wurde über den Bau eines eigenen Bootshauses nachgedacht, da die Kapazität der Scheune überschritten war. Der Verein verzeichnete inzwischen 57 Mitglieder. Die Suche nach einem günstig gelegenen Grundstück wurde aufgenommen. Zuerst war ein Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zur Feuerwehr in Hasbergen im Gespräch, dann wurde überlegt den Mühlenanbau zu nutzen. Im Untergeschoss sollten die Boote untergebracht werden, im Obergeschoss ein Aufenthaltsraum entstehen. Doch auch dieser Plan wurde verworfen. 1988 wurde seitens der Stadt, die das Mühlengelände vom Ochtum-Verband gepachtet hatte, der Vorschlag gemacht, das neue Bootshaus auf dem Gelände der Wassermühle zu errichten. Ein Jahr später wurde der Pachtvertrag mit der Stadt unterzeichnet. In Folge wurden die Vereinsabende und die Jahreshauptversammlungen in den Räumlichkeiten der Mühle abgehalten. Auf den KCH kam wieder einmal viel Arbeit zu. Eine Kostenberechnung und ein Finanzierungsplan wurden vom Bauausschuss (Hans Dittrich, Dietmar Endler, Bernd Nicolai) erstellt. Das Bootshaus sollte in Eigenleistung errichtet werden, somit war man auf die Hilfe eines jeden Vereinsmitgliedes angewiesen. Die Grundsteinlegung war auf den 1. April 1989 terminiert. Ausgeführt von Stadtdirektor Bramlage und Bernd Nicolai in Anwenheit der Vereinsmitglieder, des Ortsbürgermeisters Herrn Buckmann und Herrn Abel vom Ochtumverband. In ca. 1100 schweißtreibenden Stunden wurde 1989 der Rohbau weitgehend fertiggestellt. Die Kosten beliefen sich auf ca. 130.000 DM. Alle Vereinstreffen fanden jedoch nach wie vor in den Räumlichkeiten der Mühle statt. Dort durfte zum Leidwesen einiger Mitglieder allerdings nicht geraucht werden, und so wurde beschlossen das Dachgeschoss des Bootshauses als Clubraum auszubauen. Die Finanzierung sollte aus laufenden Mitteln bestritten werden - spätestens jetzt stellte sich die Frage: paddelt der KCH auch oder baut er nur? Im ersten Jahr nach Baubeginn wurden 350 Arbeitstunden für den Innenausbau notiert. Obwohl die Jahreshauptversammlung schon in den neuen Räumlichkeiten stattfand, war der Ausbau noch lange nicht fertig. Es fehlten eine vernünftige Isolierung, ein Fußbodenbelag sowie Tische und Stühle. Zwei Jahre später, also 1995, war es dann endlich so weit. Der KCH konnte seine 16. Jahreshauptversammlung in gemütlicher Atmosphäre abhalten und es durfte sogar geraucht werden! Zumindest bis zu diesem Jahr. 2004 beschloss die Mehrheit der Mitglieder (mittlerweile 72 an der Zahl) ein Rauchverbot. Welch Ironie des Schicksals! 1998 gab Bernd Nicolai sein Amt als 1. Vorsitzender an Dietmar Endler ab. Seit 2001 wird der Verein von Gerno Marks geführt. Die Bauaktivitäten des KCH beschränkten sich in den kommenden Jahren auf den Einbau neuer Dachfenster, dem Plan und Bau eines neuen Bootsanhängers (diesmal allerdings handelte es sich nicht um einen Bausatz) und einigen Instand- und Verschönerungsmaßnahmen. Natürlich wurden auch einige Stunden für die Planung der Jubiläumsfeier, die hoffentlich ein voller Erfolg wird, investiert. Alle, ob jung oder alt, die diesen Bericht lesen und Lust und Interesse verspüren, unseren Verein näher kennen zu lernen, können dies unverbindlich jeden Mittwoch ab 20.00 h in unserem Vereinsheim in Hasbergen, Hasberger Dorfstraße 1, tun. Paddeln fördert das Gemeinschaftsdenken, hält Geist und Seele fit und macht einfach Spaß! Elke Volk, Schriftführerin des KCH Hasbergen, den 20. Juni 2004
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