Ostern in Nordhorn |
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Ostertour 2006 des KCH |
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Am Karfreitag hieß es früh aufstehen, schließlich wollten wir noch am gleichen Tag die Vechte paddeln. Bei herrlichem Sonnenschein stellten wir die Zelte auf und machten uns um die Mittagszeit auf den Weg. Einsatzstelle war Schüttorf unterhalb des Wehres. Kaum im Boot nieselte es, doch als schon seit längerer Zeit assimilierte Süddeutsche kann mich das norddeutsche Wetter nicht mehr so schnell schocken. |
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Die Vechte ist ein ganz netter Fluss (vergleichbar mit der Hunte bei Oldenburg), entreißt mir allerdings keine Lobeshymnen. Einige Stromschnellen sorgten dafür, dass es uns nicht langweilig wurde. Kurz vor Nordhorn wird die Landschaft reizvoller, und ich kann einer meiner Leidenschaften frönen, nämlich von „hinten“ in die Gärten der Anwohner zu schauen. |
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Nach einer sehr kalten Nacht machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg, den „Goorbach“ paddelmäßig zu erkunden. Bach ist wirklich der richtige Begriff, Kleinfluss maßlos übertrieben, zumindest an der von uns ausgewählten Einsatzstelle. Knapp 1m breit und flach, da brauchten wir nicht lange zu überlegen. Wir setzten uns in unsere Autos und fuhren noch einige Kilometer bachabwärts. Noch immer mussten wir darauf achten, die Boote richtig herum einzusetzen, ein Wenden war auch mit den Kurzbooten nicht möglich. Der Goorbach war dank des vielen Regens lebhaft, hat viele Kurven und liegt in einer reizvollen Umgebung. Anfangs kamen wir zügig voran, doch das sollte sich schon bald ändern. Vor einem umgefallenen Baum, der eine Weiterfahrt verhinderte, stauten sich die Boote, so hatten auch wir unser österliches Stauerlebnis! Solch ein Hindernis kann doch einen Kanuten nicht erschrecken. Die Klappsäge wurde gezückt, und unsere Männer konnten unter Bewies stellen, was sie drauf hatten. Dies sollte allerdings nicht das einzige Hindernis bleiben, unzählige folgten! Einige mussten ebenfalls mit Gewalt beseitigt werden, andere konnten wir meistern, indem wir uns darüber bzw. darunter voran arbeiteten. Erde, Wurzelreste, kleine Spinnen und sonstiges Getier sammelte sich in meinen Haaren. Hätte ´mal lieber eine Kopfbedeckung tragen sollen! |
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Die Tour auf dem Goorbach war nur 11km lang, doch sie entwickelte sich zu einem tagesfüllenden Programm. Kein Wunder also, dass unser Grillen im Dunkeln stattfand. Der jüngste unserer „starken“ Männer fiel nach der wohlverdienten Dusche, doch ohne Abendessen, todmüde in seinen Schlafsack und ward nicht mehr gesehen. |
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Die Nacht zum Ostersonntag war zwar mild aber dafür sehr feucht. Der Osterhase in meiner Gestalt hatte richtig Mühe, die Schokoeier an einem möglichst trockenen Platz um die Zelte herum zu verstecken. Nach einem gemütlichen Frühstück – was sollen wir uns bei diesem Wetter hetzen - stand die „Eileringsbecke“ auf dem Programm. Ebenfalls ein Kleinfluss. Die richtige Einsatzstelle zu finden, war schon ein Abenteuer für sich, da sich diese in der Walachei befand. Ob das ´mal richtig ist, diese Frage stellten wir uns. Ein geradewegs daher fahrender Radler konnte uns auch nicht bestätigen, dass es sich bei dem Bächlein um die Eileringsbecke handelt. Weit und breit war nur ein Bauernhof vorhanden, doch dessen Bewohner waren alle - wie es sich an Ostern gehört – in der Kirche. Nach nochmaligem Kartenstudium ging es auf´s Wasser. |
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Am nächsten Morgen machten sich einige von uns auf den Weg, Nordhorn zu Fuß, nicht per Boot – was man übrigens auch kann - zu erkunden. Wir waren alle überrascht wie nett diese Stadt ist. Der holländische Einfluss lässt sich nicht verleugnen. Es lohnt sich also, sollte man in der Nähe sein, einen Zwischenstop einzulegen, um sich die Stadt anzusehen. |
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Elke Volk |
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